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- Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2009 weiterhin durch weltweit schwierige wirtschaftliche Situation in den Kundenbranchen geprägt - Umsätze in den USA ziehen im 2. Quartal 2009 bereits wieder an - Kostensenkungsmaßnahmen greifen und führen zu einem nahezu ausgeglichenen operativen Ergebnis im 2. Quartal - Operativer Cashflow wieder positiv - Umsatz- und Ertragsprognose für 2009
Schwandorf, 25. August 2009 – Die Nabaltec AG konnte im 2. Quartal 2009 auf der Ergebnisseite eine deutliche Stabilisierung erzielen. Das Betriebsergebnis (EBIT) war mit -0,2 Mio. Euro fast ausgeglichen. Die Kostenstruktur wurde in allen Bereichen an die aktuelle Marktentwicklung angepasst. Auf Halbjahresbasis lag das EBIT bei -2,0 Mio. Euro. Der Umsatz der Nabaltec AG war im 2. Quartal 2009 ganz analog zur Entwicklung im 1. Quartal durch die weltweite Nachfrageschwäche geprägt, unter der Nabaltecs wichtigste Kundenbranchen zu leiden hatten. Insgesamt sank der Umsatz im 1. Halbjahr 2009 um 36,2 % von 51,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 33,1 Mio. Euro. Neben der deutlichen Stabilisierung auf der Ertragsseite zeigt die Entwicklung des Cashflows, dass die von Nabaltec umgesetzten Maßnahmen greifen. So konnte Nabaltec einen Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 0,8 Mio. Euro erzielen.
Gerhard Witzany, Vorstand der Nabaltec AG: „Für das 2. Halbjahr sehen wir zwar noch nicht die positive Trendwende, aber sehr wohl eine deutliche Stabilisierung in unserem Geschäft. Wichtige Kunden¬branchen scheinen die Talsohle erreicht zu haben: Die für unsere technische Keramik als Abnehmer so wichtige Feuerfestindustrie meldet, dass demnächst wieder zusätzliche Hochöfen angefahren werden. In der Elektro- und Elektronikindustrie, eine Kundenbranche für den mineralischen halogenfreien Flammschutz, scheint sich die Auftragslage weltweit zu stabilisieren. Allerdings stecken andere wichtige Zielbranchen für Nabaltec, wie beispielsweise die Bauindustrie, weltweit noch in der Krise.“
Bereits sichtbar wurde diese Stabilisierung im Unternehmensbereich „Funktionale Füllstoffe“, wo im 2. Quartal 2009 gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres ein Umsatzplus von rund 13 % erzielt werden konnte. Auch im Vorjahresvergleich hat sich der Umsatzrückgang im 2. Quartal abgeschwächt. Per Saldo steht für die ersten sechs Monate noch ein Umsatzminus von 35,1 % auf 22,7 Mio. Euro. Gut entwickelte sich insbesondere das Geschäft in den USA, wo dank der Aktivitäten der Tochtergesellschaft Nashtec der Umsatz im 1. Halbjahr um 6,4 % zulegen konnte.
Im Unternehmensbereich „Technische Keramik“ waren die Ankündigungen der Stahlindustrie zu einem Kapazitätsausbau noch nicht im Umsatz ablesbar; vielmehr sank der Umsatz um 38,5 % im 1. Halbjahr 2009 auf 10,4 Mio. Euro.
Ergebnisseitig konnte Nabaltec die Entwicklung weitestgehend stabilisieren. Trotz der weiter herausfordernden Umsatzsituation führten die Kostensenkungsmaßnahmen zu einem fast ausgeglichenen operativen Ergebnis (EBIT) im 2. Quartal in Höhe von -0,2 Mio. Euro. Aufgrund der Vorgaben des 1. Quartals addiert sich das EBIT für sechs Monate auf -2,0 Mio. Euro. Bereinigt um die Abschreibungen lag das Ergebnis (EBITDA) im 1. Halbjahr 2009 bei 1,1 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 5,6 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter errechnete sich nach den ersten sechs Monaten 2009 mit -3,6 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,5 Mio. Euro.
Dass die umgesetzten Maßnahmen der Nabaltec AG Wirkung zeigen, wird neben der deutlich stabili¬sierten Ergebnisentwicklung auch beim Cashflow sichtbar. Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt für das 1. Halbjahr 2009 einen positiven Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro). Die Investitionen wurden auch im 2. Quartal 2009 planmäßig fortgeführt. In den ersten sechs Monaten 2009 flossen rund zwei Drittel der Investitionen in den neuen Geschäftsbereich „Additive“ für den Aufbau unserer ACTILOX®-CAHC-Produktionsanlage in Schwandorf. Insgesamt lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit nach der anteiligen Verrechnung der Investitionszulagen bei -9,7 Mio. Euro.
Aus dem Investitionsschwerpunkt „Additive“ werden bereits im 4. Quartal 2009 erste Umsatzeffekte und Cashflows erwartet. Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sorgen international dafür, dass künftig schwermetallhaltige Stabilisatoren mehr und mehr von umweltfreundlichen Produkten verdrängt werden, wie sie jetzt von Nabaltec angeboten werden.
Insgesamt sollte auf Konzernebene in den beiden Unternehmensbereichen „Funktionale Füllstoffe“ und „Technische Keramik“ der Umsatz im 3. und 4. Quartal 2009 addiert auf einem Niveau von über 37 Mio. Euro liegen und damit mehr als 10 % über dem Wert des 1. Halbjahres. Für das Gesamtjahr plant Nabaltec, bei den Umsatzerlösen die Marke von 70 Mio. Euro zu übertreffen. Auch ergebnisseitig erwartet Nabaltec im 2. Halbjahr auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) eine Verbesserung gegenüber den ersten sechs Monaten.
Unter der Prämisse des mittelfristig wieder möglichen Marktwachstums von über 5 % für beide Bereiche, sowohl „Funktionale Füllstoffe“ als auch „Technische Keramik“, bleibt es das Ziel von Nabaltec, langfristig die EBIT-Marge auf einen zweistelligen Wert zu verbessern.
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